Blockbohlen- oder Schichtbauweise

Was ist denn nun wirklich besser?

Die Blockbohlen-Sauna

Atmet das Holz wirklich? Das hört man immer wieder als Argument für die Vollholzbauweine.

Na ja, da muss man vorsichtig sein. Holz ist hygroskopfähig, das heißt, es kann Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben.

Warum können nun Hersteller sagen wir brauchen keine Lüftung?

Eine Blockbohlensauna wird in Nut und Feder aufeineander geschichtet. Durch den Schwund der Bohlen werden im Laufe der Zeit Ritzen und Spalten entstehen, durch welche Luft ein-und austreten kann.

Also nicht das Holz "atmet", sondern die Sauna. In früherer Bauweise wurden in den Ecken Spannstäbe aus Metall senkrecht durch die Bohlen geführt. Damit konnten die Lagen fest auf einander gepresst werden, wenn der Schwund zu stark wurde.





Moderner ist die Rahmenbauweise.

Wie in einem Bilderrahmen werden die Bohlenstücke auf einander geschichtet und möglichst fest mit einander verbunden. Die ca. 1m breiten Elemente werden aneinander gefügt. An den Ecken spezielle Eckpfosten erlauben auch eine platzsparende Bauweise. Bei der reinen Bohlenbauweise stören noch Ecküberstände.

Was das Saunaklima anbelangt, so muss man wissen, dass ein Saunaaufenthalt bei 90° C nur möglich ist, weil das aufgeheizte Holz die Raumfeuchte aufnimmt und die Luft in der Kabine extrem trocken ist. In einem Dampfbad mit gefliesten Wänden kann mit maximal 45°C gebadet werden.






 

 

Zur Schichtbauweise.


Richtig ist man sorgt für eine Hinterlüftung zum Mauerwerk von 3-5 cm, dann kommt die Aussenseite, an den Sichtseiten können das Holzpaneele sein oder auch Spanplatten oder etwas anderes. Die Aussenseite hat absolut keine Klimafunktion für die Sauna. Dann kommt das Rahmenwerk mind. 50 mm, dazwischen als Isolierung Mineralwolle, darüber vollflächig die Alufolie als Dampfsperre, dann die Innenverkleidung. Üblich sind Nordische Fichte, also langsam gewachsene Bäume mit gut ausgetrocknetem Holz, mind. 14 mm stark, Saunaprofil d.h. überlange Nut-und Federverbindung. Eine Be-und Entlüftung der Kabine sind vorgesehen, ein Luftdurchsatz von 6-8 mal je Stunde ist zu erreichen.

Die Bänke sind in beiden Bauweisen ein grobporiges Holz, welches auch nicht so heiß wird, meistens Abachi.

Fazit
Wenn wir davon ausgehen dass der Aufguss und der Schweiss der Badegäste zum großen Teil über den Luftwechsel abgeführt werden, muss nur ein Rest vom Holz aufgenommen werden. Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass die Luftfeuchtigkeit mehr als 14 mm Holz durchfeuchtet, dürfte es ziemlich egal sein ob das Holz 14 oden 58 mm oder noch stärkert ist.

Achtung!
Was man noch erwähnen muss, ist die Dichte der Kabine. Die schichtbauweise ist dicht. Die Blockbohlenbauweise, wenn sie "atmet" nicht. D. h. die Gefahr von Feuchtigkeit bei Standplätzen im UG nahe der kalten Wand ist immer gegeben, wenn es nich möglich ist, entsprechende Abstände zum Mauerwerk (mind. 10 cm) einzuhalten.

Selbstbau individueller Kabinen ist nahezu unmöglich ohne entsprechende Maschinen und sehr viel handwerkliches Geschick.