Pressemitteilung vom Deutscher Sauna-Bund e.V.

Trotz Krankheit in die Sauna

In Finnland, dem Ursprungsland der Sauna, gibt es eine einfache Regel: "Wer zur Sauna gehen kann, darf auch in die Sauna gehen."

Eine Krankheit muss deshalb kein Hinderungsgrund sein, regelmig die Sauna zu besuchen. In etlichen Fllen hilft das Saunabaden sogar beim Gesundwerden. Studien aus Japan zeigen: Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dem Volksleiden Nummer 1 in Deutschland, braucht man nicht so vorsichtig zu sein, wie man es hierzulande immer noch vermutet.

Bei bestimmten Formen des Bluthochdrucks ist ein Saunabesuch sogar von Vorteil. Durch die Saunawrme werden die Blutgefe in der Haut weitgestellt und so der Kreislauf entlastet. "Gerade bei Kreislauferkrankungen spielt auch die Gesamtwirkung der Sauna auf Krper, Geist und Seele eine groe Rolle. Der Patient entspannt und fhlt sich wohler", betont Medizinprofessor Eberhard Conradi, Prsident des Deutschen Sauna-Bundes.

Bei Herzleiden wird empfohlen, die mittlere Stufe im Saunaraum zu whlen, weil dort die Hitze nicht so hoch ist wie auf der obersten Bank. Auf das Kaltwassertauchbecken sollte in diesen Fllen verzichtet werden, weil der Blutdruck dadurch ungnstig beeinflusst werden kann. Ebenfalls angezeigt ist das Saunabaden bei Erkrankungen der Atemwege, zum Beispiel bei einfacher chronischer Bronchitis oder Asthma bronchiale. Durch die bis zu 100 Grad Celsius heie Luft in der Sauna erwrmt und entspannt sich die Bronchialmuskulatur der Atemwege. Das frdert die Schleimproduktion. Nach dem Saunabaden fllt deswegen vielen Atemwegspatienten das Atmen leichter.

Eine weitere positive Wirkung der Sauna zeigt sich bei Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte. "Die Haut wird strker durchblutet und der Stoffwechsel angeregt. Dadurch verbessert sich der Ernhrungszustand der Haut", erklrt Professor Eberhard Conradi. Das vermehrte Schwitzen reinigt zudem die Haut - man fhlt sich wohler und sieht frisch und rosig aus.

Bewhrt haben sich Saunaanwendungen auerdem bei Sportverletzungen. Durch die leichte berwrmung des Krpers werden die Heilungsvorgnge bei Muskel- oder Sehnenzerrungen gefrdert. Bei greren Blutergssen muss mit dem Saunabaden so lange gewartet werden, bis die Gefe wieder ganz verschlossen sind.

Wer regelmig in die Sauna geht, bekommt keine oder nur noch selten eine Erkltung. Der Wechsel von heien und kalten Reizen fhrt zu einer besseren Durchblutung der Schleimhute und trainiert den Wrmehaushalt. Durch die wrmebedingte Vermehrung der Abwehrzellen wird das Immunsystem gestrkt. Der Krper wird "abgehrtet" und dadurch Krankheiten vorgebeugt.

Bei einigen Krankheiten sollte besser auf den Saunabesuch verzichtet werden. Dies gilt vor allem bei akuten Erkrankungen, insbesondere dann, wenn sie mit Fieber oder Entzndungen einhergehen. So drfen Rheumapatienten nur in den entzndungsfreien Intervallen in die Sauna gehen. Nach einem Herzinfarkt gilt: mindestens drei Monate Sauna-Pause. Danach sollte ein kompetenter Arzt die individuelle Belastbarkeit berprfen. Das gilt auch fr Menschen mit Herzfehlern, die wieder saunabaden mchten.

Menschen mit starken Krampfadern und anderen vensen Geferkrankungen sollten in der Sauna vorsichtig sein. Hier kommt es auf das richtige Verhalten an: die Beine nach Mglichkeit hoch legen oder mit dem Oberkrper auf einer Hhe halten; nach dem Verlassen des Saunaraumes nicht herumstehen, sondern im Freiluftbereich auf und ab gehen und bald mit den Kaltwassergssen beginnen. Epileptiker mssen leider ganz auf die Sauna verzichten, weil dadurch Krampfanflle ausgelst werden knnten.

Kontakt: Deutscher Sauna-Bund e.V. Kavalleriestr. 9 33602 Bielefeld Tel. 0521/96679-0 Fax 0521/96679-19 info@sauna-bund.de www.sauna-bund.de www.saunaindeutschland.de